Wie entsteht eigentlich Spliss?

Unser Haar ist aufgebaut wie ein Baumstamm. Das Mark ganz im Inneren wird ummantelt vom Cortex. Er ähnelt winzig kleinen Kabelsträngen, die von einer Kittsubstanz zusammengehalten werden. Eine Schuppenschicht ummantelt den Cortex und schützt ihn. Äußere Einflüsse wie Hitze, Chemikalien beim Haarefärben oder mechanische Beanspruchung greifen die Schuppenschicht an.

Am Haarende – dem ältesten Teil des Haares – kann das dazu führen, dass der Cortex bloßliegt. Schutzlos der Beanspruchung von außen ausgeliefert, spaltet sich das Haar an diesem Punkt einmal oder sogar mehrfach bis ins Mark – der Spliss ist da. Die schlechte Nachricht: Kein Klebstoff der Welt kann gespaltenes Haar wieder zusammenfügen. Die gute: Es gibt wirkungsvolle Methoden, Spliss zu vermeiden oder, wenn er einmal da ist, sein Fortschreiten zu stoppen und loszuwerden.

Wenn die Haare wachsen sollen

Schnipp, schnapp, Haare ab!

Es klingt paradox, doch wer sein Haar wachsen lassen möchte, muss es regelmäßig schneiden lassen. Unser Tipp: Jedes Haar sollte regelmäßig mindestens alle drei Monate geschnitten werden. Das ist der sicherste Weg, Spliss zu vermeiden. Das Haar wächst im Monat durchschnittlich 1 bis 1,5 Zentimeter. Ein Spitzenschnitt von einem Zentimeter alle drei Monate macht also in der Wunschlänge keinen dramatischen Unterschied.

Einfach wachsen lassen führt dagegen nicht zum Erfolg. Haare, die für einen längeren Zeitraum ohne Schnitt wachsen, werden mit zunehmender Länge schwächer – und damit anfälliger für gespaltene Spitzen. Hinzu kommt: Der Spliss wächst mit – wer sich drei kaputte Zentimeter erkämpft hat, muss sich dann häufig von vier Zentimetern trennen, damit die Spitzen wieder ganz gesund sind.

Unsere Wunderwaffe gegen Spliss

Nur gesunde Haare bleiben splissfrei

Es ist fast selbsterklärend, aber: Unser Haar ist umso besser vor Spliss geschützt, je intakter seine Schuppenschicht ist. Leider sind kleine Schädigungen nicht zu vermeiden. Schließlich ist schon das Kämmen eine Beanspruchung für unser Haar. Damit die Schuppenschicht auch in den Längen ihre Widerstandskraft behält, ist ein reichhaltiges Pflegeprogramm Pflicht!

Daher unser Tipp: Ein Shampoo speziell für strapaziertes oder langes Haar. Seine milden Tenside laugen das Haar weniger aus. Eine Pflege in den Längen glättet nach jedem Waschgang die Haaroberfläche und reduziert damit die mechanische Beanspruchung beim Kämmen und Stylen.

Mythos:Lufttrocknen ist viel gesünder

Ein weit verbreiteter Irrglaube rät dazu, die Haare nach dem Waschen nicht zu Fönen sondern an der Luft trocknen zu lassen. 

Beim Frottieren und Lufttrocknen quillt durch die lange Einwirkung des Wassers das Haar auf und die Schuppenschicht des Haare spreizt sich auf wie bei einem Tannenzapfen. Das hat zur Folge, dass durch die geöffnete Schuppenschicht der Haarkern vollkommen schutzlos ist. 

Daher empfehlen wir, das Haar nach dem Waschen immer trocken zu Fönen und nicht Lufttrocknen zu lassen.

Doch Achtung! Immer einen Hitzeschutz für das Haar verwenden. Zu hohe Temperaturen, die beim falschen Fönen enstehen können, schädigen das Haar. Wir empfehlen deshalb vorher immer einen Hitzschutz ins Haar zu sprühen.

Was Die Haarspitzen verraten und welche Pflege die richtige ist